Diese Seite gibt es eigentlich nur, weil ich eine eigene E-Mailadresse haben wollte. Im Paket war eine einfache Homepage mit dabei. Also schreibe ich halt mal was rein. Am Besten wird's wohl sein, ich schreibe einfach was über mich.  Ich bin 57 Jahre alt, verheiratet und habe dabei mitgewirkt, zwei tolle Burschen in die Welt zu setzen. Mein grundsätzliches Lebensmotto lautet:


"Du kannst dein Leben nicht verlängern, aber verbreitern und vertiefen"


Diesen Spruch habe ich aber nicht wirklich ganz neu erfunden. Das Original stammt von Gorch Fock und hört sich ganz ähnlich an: "Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen." Wie man sieht, bin ich was die Breite des Lebens angeht, grundsätzlich anderer Meinung als der gute Herr Fock. Aber auch das mit der Länge des Lebens muss ich relativieren.


Also fange ich mal an, mein Motto zu erläutern.

 

"Du kannst dein Leben nicht verlängern...".

 

Damit ist eigentlich gemeint, dass man keinen wirklichen Einfluss auf die letzte Konsequenz des Lebens hat - den Tod. Der trifft uns alle und seien wir mal realistisch, über Hundert werden die Wenigeren. Aber natürlich kann man durch einen geeignet Lebensstil die Dauer schon positiv beeinflussen, wenn nicht ein Unfall oder eine Krankheit uns vorher wegrafft.

 

"...aber verbreitern..."

 

Ich hab' ja keine Ahnung was Herr Fock als die Breite des Lebens versteht, ich sehe darin die Vielzahl der Möglichkeiten. Wer viele Fähigkeiten besitzt, kann eventuell mehr erleben, als jemand mit weniger Fähigkeiten. Wenn ich eine gute Ausdauer habe und auch noch etwas Kraft in den Beinen, werde ich mich leichter tun eine wunderschöne Bergwelt zu erkunden, als jemand ohne diese Fähigkeiten.

 

"...und vertiefen" 

 

Damit meine ich die Intension, mit der man etwas macht. Schauen wir dazu nochmal in die Berge. Ich komme gemeinsam mit meiner Frau in wirklich schöne Regionen der Alpen. Aber irgendwo reichen meine Fähigkeiten nicht für mehr. Ich kenne aber einige "Spezialisten", bei denen geht es hier erst richtig los. Die kommen auch an die weniger gut erschlossenen Gebiete ran und versuchen vielleicht auch mal was Neues zu erkunden.

 

Und jetzt kann ich mein Motto etwas näher in der Realität erklären. Ich versuche eine möglichst große Breite an körperlichen Fähigkeiten (Sportarten) zu bekommen und möchte diese möglichst lange erhalten. Dabei habe ich es aber bisher in keinem Sport zu besonderer Intension gebracht. Das war schon alleine zeitlich nicht möglich (vielleicht nur eine Ausrede?), unabhängig davon, dass wohl auch das eine oder andere Talent fehlt. Die Zeit ist in der Realität aber wohl immer ein entscheidender Punkt. Oft höre ich von Leuten, die gar keinen Sport machen, dass sie keine Zeit dazu haben (nur wenige sagen ganz ehrlich "ich bin zu faul dazu"). Aber zum Thema Ausreden gibt es eigene Abhandlungen, deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein. Ich habe mir als tägliche Ziel "eine halbe Stunde für meinen Körper" gesetzt. Als ich das vor vielen Jahren mal jemanden erzählt habe (sein Übergewicht war schon deutlich zu sehen) hat er mir voller Freude erzählt, dass er das auch locker zusammenbekommt. Dann hat er jeden Klo-Gang und jede sonstige Bewegung in Arbeit und Freizeit pro Tag zusammengezählt und ist locker auf eie halbe Stunde gekommen - ja wenn's so einfach wäre. Es geht darum dem Körper zwischendurch Signale zu geben, dass die eine oder andere Fähigkeit etwas ausbaufähig wäre. Das geht nur, wenn ich (in dieser halben Stunde) auch mal an Grenzen kratze. Nichts gegen Leute, die am Sonntag Nachmittag einen Spaziergang machen. Natürlich ist das besser, als auf der Couch zu sitzen, aber wenn für den Körper nichts "grenzwertiges" passiert, warum sollte er dann was ändern - passt doch alles. Das mit der halben Stunde täglich meine ich übrigens nicht ganz wörtlich. Im Schnitt ist das mein Wochenansatz (etwa dreieinhalb Stunden). Erstens, weil manche Trainingseinheiten einfach länger dauern und zweitens, weil sich der Körper auch mal über Pausen freut.

 

So das reicht, sonst wird's noch philosophisch.

 

 

Schöne Grüße

 

Reiner